Ich war allein in der Natur, irgendwo zwischen rauschendem Bach, weichem Moos und spätem Sonnenlicht. Mein Notizbuch auf den Knien, ein Stift in der Hand – und plötzlich floss es aus mir heraus. Diese Sätze. Keine Suche nach Wahrheit, sondern ein Erinnern an das, was in mir längst lebendig ist. Ich möchte sie heute mit dir teilen. Vielleicht berühren sie dich so, wie sie mich berührt haben, als ich sie schrieb.

Alles, was ich tue, führe ich in voller Präsenz aus.

Dieser Satz war mehr als nur ein Gedanke in meinem Kopf. Es war ein Gefühl in meinem Körper, als ich ihn aufschrieb. Eine Verankerung. Ein Versprechen. Eine Erinnerung an mich selbst, immer wieder.

Ich achte auf das Hier und Jetzt.

Nicht weil es gerade in Mode ist oder weil Achtsamkeit auf Instagram schön aussieht. Sondern weil ich weiß, dass meine Kraft genau dort liegt. Im Moment. Im echten Erleben – nicht im Denken über das Leben.

Ich achte auf mein Ego. Ich höre zu. Ich lebe im Hier.

Manchmal ist mein Ego laut. Manchmal will es gesehen werden, schreien, sich behaupten. Und manchmal darf es das auch. Aber ich höre hin, ohne mich darin zu verlieren. Ich lausche, ob da etwas Echtes schwingt – oder nur eine alte Angst. Und dann erinnere ich mich: Leben heißt für mich nicht, recht zu haben. Leben heißt, wirklich da zu sein.

Traurigkeit zeigt mir den Wandel, die Veränderung.

Oh ja. Wie oft habe ich versucht, sie wegzuschieben. Dieses Ziehen in der Brust, wenn etwas vorbei ist. Wenn ich loslassen muss. Aber heute… heute weiß ich: Traurigkeit ist keine Schwäche. Sie ist ein Kompass. Sie zeigt mir, dass etwas in Bewegung ist. Dass sich etwas verändern darf. Dass mein Herz noch fühlt.

Ich suche den Rat in der Natur – das gibt mir Kraft.

Wenn ich draußen bin, allein mit dem Wind, dem Rascheln im Gras und dem Atmen der Bäume, finde ich zurück zu mir. In der Natur brauche ich nichts darstellen. Ich darf einfach sein. Vielleicht ist es das, was mir am meisten Kraft gibt: Die Erinnerung, dass ich genug bin. So wie ich bin. Genau hier. Genau jetzt.

Und in all dem: Ich wähle die Liebe.

Nicht als romantische Geste. Nicht als Ziel, das ich erreichen muss. Sondern als innere Haltung. Liebe ist für mich der Moment, in dem ich dich anschaue und nichts von dir will – außer, dass du sein darfst, wie du bist. Liebe ist die Stille, in der ich deine Hand halte, ohne sie festzuhalten.

Wenn ich in voller Präsenz bin, bin ich in Liebe. – Mit mir. Mit dir. Mit allem, was ist.

Herzensgrüße Stefan

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