Am kommenden Mittwoch, den 22. September ist die Herbst-Tagundnachtgleiche. Sie wird auch Mabon genannt, nach dem walisischen Gott Mabon (Sohn des Lichts). An dem Tag wandert die Sonne von der Nordhalbkugel auf die Südhalbkugel. Der Moment des Übergangs läutet den Herbst auf der Nordhalbkugel ein und den Frühling auf der Südhalbkugel. An diesem Tag sind Tag und Nacht gleich lang. Licht und Dunkelheit sind in vollkommenem Gleichklang. Es herrscht eine Ausgewogenheit der Kräfte und alles Leben ruht für einen kurzen Moment in perfekter Harmonie. Deshalb ist Harmonie ein Hauptaspekt der Herbst-Tagundnachtgleiche.

Die Balance zwischen Licht und Dunkelheit gibt es nur an zwei Tagen im Jahr – zur Tagnachtgleiche im März, wenn der Frühling auf der Nordhalbkugel beginnt und zum Herbstanfang im September. Dies sind auch die beiden Tage, an denen die Sonne genau im Osten auf- und im Westen untergeht.

Mabon läutet das Ende der Erntezeit ein und wird als Erntedankfest gefeiert. Die landwirtschaftliche Erntezeit neigt sich dem Ende entgegen. Die Natur beschenkt uns noch einmal mit reifem Obst, mit Kräutern, Pilzen, Beeren, Eicheln, Kastanien, Bucheckern und vielem mehr. Die Tiere wie die Menschen legen Vorräte an und bereiten sich auf die dunkle und zurückgezogene Jahreszeit vor.

Gleichzeitig ist es ein Fest des Wandels, denn nun werden die Nächte länger als die Tage, das Licht wird von der Dunkelheit abgelöst. Tiere, Pflanzen und Menschen ziehen sich und ihre Kräfte zurück.

Wie möchtest du die Herbst-Tagundnachtgleiche feiern?

Du könntest ein Lagerfeuer entfachen, ein Mandala legen, etwas leckeres kochen und
* dich bei Mutter Erde dafür bedanken, dass sie dich ernährt
* dich damit beschäftigen, wie du in deinem Leben und deiner Umwelt mehr Harmonie schaffen kannst
* dich mit der Fülle in deinem Leben verbinden und dich fragen, wofür du dankbar bist und was dir wirklich fehlt
* dich fragen, wie du gut für dich selbst sorgen kannst, was dich wirklich nährt und erfüllt
* Abschiednehmen, loslassen, dich freimachen von Dingen und Ideen, die dir nicht mehr dienen
* dich bewusst in Stille begeben und dich auf dich selbst und dein Inneres besinnen
* dir überlegen, womit du dir die Winterzeit füllen kannst, beispielsweise mit einem schönen Projekt

Ich feiere dich und dein Sein.
Ich feiere dich Mutter Erde und danke dir für deine Gaben.

Herzensgrüße, Belinda

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