Eins meiner Kinder hatte sich gewünscht, dass ich „Die Brücke nach Terabithia“ lese. Das Buch hatte uns eine liebe Freundin empfohlen. Heute habe ich es zu Ende gelesen und bin noch ganz beseelt. Es ist eine wundervolle Freundschaftsgeschichte zwischen zwei Kindern, die sich mit ihrer Unterschiedlichkeit ihre Welten erweitern.

Mit am meisten berührt hat mich der folgende Auszug: „Es war wie mit der Barbiepuppe für May Belle. Manchmal musste man Menschen etwas schenken, was wichtig für sie war, ohne dass man selbst etwas davon hatte. Es ging bei diesen Geschenken nicht darum, sich selbst gut zu fühlen, weil man sie jemandem machte. …“

“Die Brücke nach Terabithia” von Katherine Paterson

Es hat mich erinnert an die „5 Sprachen der Liebe“. Hier heißt es, dass die Menschen Liebe unterschiedlich empfangen. Es geht darum, dass es wichtig ist zu wissen, wie man demjenigen, dem man eine Freude machen möchte, eben eine Freude machen kann. Oder seine Zuneigung oder Dankbarkeit so ausdrücken kann, dass es auch ankommen kann. Dass der Mensch es empfangen kann. Jess hat in dem Buch seiner kleinen Schwester eine Barbiepuppe geschenkt, weil er wusste, wie sehr sie sich diese Puppe wünscht. Er selbst findet Barbiepuppen blöd. Aber darum ging es nicht und geht es nicht. Er wollte seine Schwester glücklich machen.

Und ich glaube zudem, dass er selbst dann auch ein wenig glücklich war, als er das Glück seiner Schwester sehen durfte.

Bei mir ist es Unterstützung. Wenn ich mich unterstützt fühle, fühle ich mich geliebt. Vielleicht liegt es daran, dass ich in meiner Kindheit viel mit mir selber ausmachen musste. Wer weiß.

Und Blumen. Ich mag Blumen. Ich fühle mich sehr mit unserer Mutter Erde verbunden und Blumen sind ihr Lächeln. Vielleicht berühren mich Blumen deshalb so sehr.

Und wie ist es bei dir?

Von Herz zu Herz, Bea